Kirchengemeinde Kollmar-Neuendorf
Große Kirchreihe 7
25377 Kollmar
Tel.: 0 41 28 - 4 46
Fax: 0 41 28 - 9 41 60 26
E-Mail: KiKoNeu@aol.com
Dorfkirche Kollmar
Große Kirchreihe 7 - 25377 Kollmar
Trinitatiskirche
Kirchdorf 22 - 25335 Neuendorf
Kindergarten Kollmar
Schulstraße 97b, 25377 Kollmar
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Kindergarten Neuendorf
Kirchdorf 22, 25335 Neuendorf
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Gemeinde-Büro: Frau Müller - Do. von 14.00 bis 18.00 Uhr
Große Kirchreihe 7, 25377 Kollmar
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Pastoren: Sylvia Zwierlein, Frank Petrusch
Große Kirchreihe 7 - 25377 Kollmar
Tel. 0 41 28 - 446 - E-Mail: KiKoNeu@aol.com
Organist: Stefan Haack
Friedhofswart: Thore Imme Tel. 0175-6632666
Mi. in Kollmar, Do. in Neuendorf - 8.00-14.00 Uhr
friedhof.kollmar.neuendorf@googlemail.com
Büro - Neuendorf: Tel. 041 21 - 20 367
Friedhofswart: Do 8.00 Uhr bis 14.00 Uhr Tel. 0175 - 66326666
Der Gemeindebrief der Kirchengemeinde
Die Kirchengemeinde Kollmar-Neuendorf veröffentlicht 4 x jährlich einen Gemeindebrief, der vom Kirchenvorstand in einer Auflage von 1300 Exemplaren an alle Haushalte in Kollmar und Neuendorf verteilt wird. Redaktionsschluss finden Sie immer auf der letzten Seite des Briefes. Redaktion: Norbert Gülicher, Pastor Frank Petrusch (V.i.S.d.P) - KiKoNeu@aol.com
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Besondere / Regelmäßige Veranstaltungen:
Seniorengymnastik: im Pastorat in Neuendorf - Montags 14.30 Uhr.
Ansprechpartnerin: Frau Sauer 0 41 28 - 94 12 50
Seniorenfrühstück: im Gemeindehaus Kollmar - jeden ersten Dienstag im Monat.
Ansprechpartnerinnen: Frau Dombrowski und Frau Alisch
Senioren-Nachmittag: im Pastorat in Neuendorf - jeden 2. Donnerstag im Monat.
Ansprechpartner: Herr Schüder Tel. 0 4121 - 21583
Gedächtnistraining im Gemeindehaus in Kollmar 14-tägl. mittwochs 9.30 - 11.00 Uhr
Ansprechpartnerin: Frau Hartmann Tel. 0 41 24 - 12 76
Frauenkreis: im Pastorat in Neuendorf - 1. + 3. Donnerstags von 15.00 bis 17.00 Uhr
Ansprechpartnerin: Frau Redmann Tel. 0 41 21 - 16 85
Frauengruppe im Gemeindehaus in Kollmar:
Jeden ersten Donnerstag im Monat 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Ansprechpartnerin: Frau Israelsen Kruse Tel. 0 41 28 - 629
Bibelgesprächskreis im Gemeindehaus in Kollmar
Jeden ersten Mittwoch im Monat 19.30 Uhr bis 22.00 Uhr
Ansprechpartner: Herr Probst Tel 0 41 28 - 322
Kirchenchor Kollmar Neuendorf: montags von 18.45 bis 20.00 Uhr
Ansprechpartnerin: Frau Tiedemann-Dittmer Tel. 0 41 28 - 401
Kinderkirche: für Kinder zwischen 5 und 12 Jahren
jeden 1. Samstag im Monat von 10.00 bis 12.00 Uhr
Ansprechpartnerin: Pastorin Zwierlein Tel. 0 41 28 - 446
Geschichtliches aus der Kirchengemeinde Kollmar-Neuendorf (c) Karl-Heinz Jasmer
Mitten in der Marsch, auf einer alten Deichlinie, erhebt sich die Neuendorfer Trinitatis-Kirche. Man kann von ihr ohne Übertreibung sagen, dass sie eine der schönsten Ausprägungen dessen ist, was wir uns unter einer Dorfkirche vorstellen.
Die Vorgängerin unserer Kirche stand einige Kilometer weiter westlich in Langenbrook, nicht allzu weit von der um 1448 erbauten Kirche in Kollmar entfernt. Beide Kirchspiele - Langenbrook und Kollmar - waren Tochtergründungen der um 1100 erwähnten Kirche zu Asfleth, die später in den Fluten der Elbe untergegangen ist.
Die Besiedlung der Marsch erfolgte nicht von der Geest, sondern vom Elbufer aus in östlicher Richtung. Im Zuge dieser Entwicklung wurde die zuerst 1304 erwähnte Kirche in Langenbrook gebaut. Später entstand „Dat Nie Dörp", Neuendorf, das dann mit der Errichtung der Trinitatis-Kirche anstelle von Langenbrook Kirchdorf wurde. Christian Grassau, der von 1719 bis 1731 Pastor in Neuendorf war, hat in seinem „Neuendorfischen Kirchen Protocoll" mit großer Sorgfalt zusammengetragen, was an alten Nachrichten zu erfahren war.
Danach ist die Kirche am Trinitatisfest des Jahres 1504 eingeweiht worden. Sie erhielt den Namen „Die heylig Dreyfaltigkeits Kirche". Um ihre Erbauung ranken sich viele Legenden. Sicher ist, dass sie kleiner war als der heutige Bau. Die Westmauer stand dort, wo heute die hintere Empore bzw. der Kirchenboden beginnt. Sie hatte neben dem Nord- auch ein Südportal. Im Jahre 1571 wurde im Westen ein wohl hölzerner Glockenturm angebaut, der mit brauner Farbe angestrichen wurde. Mit den Jahren wurden immer größere Glocken angeschafft: 1578 die Margarete, 474 Pfund schwer, 1581 die Maria, 781 Pfund und 1588 die Magdalena, 1127 Pfund. Im Jahre 1600 kam dann eine Schlaguhr in den Turm. Das neue Jahrhundert brachte schlimme Zeiten. 1627 wurden Kirche und Turm von den kaiserlichen Kriegsvölkern, die auf die Festung Glückstadt zustießen, völlig niedergebrannt und zerstört. Die Bevölkerung war nach Hamburg geflüchtet und kehrte erst zwei Jahre später zurück. Trotz der „allgemeinen Dürftigkeit der Leute" wurde die Kirche so bald wie möglich und so groß und gut wie möglich wieder aufgebaut. Der Turm wurde nicht wieder errichtet, sondern durch einen Glockenstuhl ersetzt. Aus dieser Zeit stammen die schönsten Ausstattungsstücke des Innenraums, die noch heute beredtes Zeugnis dafür abgeben, mit welcher Liebe und Opferbereitschaft die Neuendorfer ihr Gotteshaus schmückten. 1636 stiftete der Gutsverwalter
Hanns Horst die Kanzel, die mit Bildern und plattdeutschen Inschriften ausgestattet ist. Im folgenden Jahr wurde neben dem Gestühl, das mit Türen versehen war, die mit Märtyrerbildern bemalte Empore geschaffen. 1639 schenkte die Patronin, die Gräfin Dorothea von Rantzau, der Kirche eine Glocke, die den Namen Dorothea erhielt. Vorher schon hatte Peter Tiedemann der Kirche eine Taufe aus Holz geschenkt. 1643 schenkte Hinrich Magens der Kirche ein wunderschönes Kruzifix, das nach langem Schattendasein auf dem Kirchenboden nach seiner Restaurierung im Jahr 1981 jetzt im Deckengewölbe aufgehängt ist. Nachdem durch Spenden und Zuschüsse das nötige Geld zur Verfügung stand, wurde ein neuer Altar bei dem Bilderschnitzer Tönnies Heidtmann in Auftrag gegeben. Eine Inschrift auf der Rückwand teilt mit, dass der Altar Anno 1656 aufgerichtet und 1668 vom Maler Peter Thode aus Itzehoe mit Gold und Ölfarbe angemalt worden sei. Um mehr Raum für Sitzplätze zu schaffen, wurde die Kirchentür nach Süden zugemauert. Eine größere bauliche Veränderung erfolgte im Jahr 1722. Die Westmauer mit dem hohen Stufengiebel drohte einzustürzen. Eine im Juli einberufene Kirchenversammlung fasste den Beschluss, die schadhafte Mauer wegzunehmen und die Kirche nach Westen über den damaligen Glockenstuhl hinweg auf ihre ursprüngliche Größe zu erweitern und die Glocke im Kirchenboden aufzuhängen, „wie denn auch das Werk durch göttliche Hülfe im Herbst glücklich und mit allgemeiner approbation vollführet worden".
Um das Jahr 1753 beschlossen einige gute Freunde, der Kirche eine neue Orgel zu schenken. Vorgesehen war eine Orgel mit ca. 16 oder 17 Registern. Wahrscheinlich unter dem Einfluss des damaligen Kantors Haupt wurden dann die geplanten Ausmaße der Orgel auf 21 Register erweitert. Nun aber reichte der Raum unter der flachen Kirchendecke für eine Orgel solcher Größe nicht mehr aus. Da befragte Handwerker den Zustand der Decke als nicht befriedigend bezeichneten, entschloss man sich, den Bau eines Deckengewölbes anzustreben. Dem Kirchenjuraten Detlef Schulz sollte gestattet werden, die erforderlichen Baumaßnahmen für die Orgel - Mauerdurchbruch an der Nordseite, Orgelaufgang und Orgelempore - selber durchzuführen. Dafür erhielt er die Erlaubnis für den Bau gedeckter Stühle neben der Orgel und unter der Orgel für seine Familie und sich. Dieser Plan wurde bei der Patronin, der Gräfin zu Castell, eingereicht und zielstrebig verfolgt. Diese hartnäckige Absicht konnten weder der Widerstand der Patronin noch die Auswirkungen von zwei verheerenden Sturmfluten im Herbst 1756 und im Frühjahr 1757 abschwächen. Nach längeren Querelen mit der Gutsherrschaft wurden die geplanten Maßnahmen dann doch nach Einschaltung des dänischen Königs genehmigt. Am Trinitatissonntag 1759 wurde die von Johann Mathias Schreiber gebaute Orgel mit 21 klingenden Registern geweiht.
Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche im Jahr 1765 mit dem Bau des Turmes, der als Dachreiter das Bauwerk krönt und mit Uhr und Stundenglocke ausgestattet wurde. Das war dann auch die letzte gravierende Umgestaltung unserer Kirche.
1764 starb in London der reiche Handelsherr Nicolaus Magens, der von einem Neuendorfer Bauernhof stammte. Seine Witwe vermachte 100 englische Pfund an die Neuendorfer Kirche. Von dieser Summe erhielt 1787 das Gestühl vor der kleinen Osttür sein heutiges Aussehen.
Außerdem wurde der wahrscheinlich wurmstichige Taufstein durch den heute noch hängenden Taufengel ersetzt. Dieser Taufengel ist von Hans Holtemeyer in Wewelsfleth geschnitzt worden, das Taufbecken wurde von einem Kannegießer in Glückstadt gefertigt. Die beiden von Dietrich Gehrkens in Elmshorn hergestellten schweren Altarleuchter wurden gleichfalls beschafft.
Knapp zweihundert Jahre lang sind danach keine wesentlichen Veränderungen am Kirchengebäude und am Inventar zu verzeichnen. Bekannt ist lediglich, dass an der Orgel in größeren Zeitabständen erhebliche Maßnahmen erforderlich wurden: 1847 wurde sie vom Orgelbauer I. C. R. Wohlien gründlich überholt. 1927 erhielt sie eine elektrische Windversorgung, 1962 wurde sie von der Firma Kemper modernisiert. 1983 wurde die Orgel durch den Orgelbauer H. Hillebrand wieder in den technischen Stand von 1759 zurückverwandelt, um ihr den historischen und den Kunstwert wieder zurückzugehen. Der damalige Kantor und Organist der Neuendorfer Kirche G. A. Hölk hat die Umbauarbeiten fachkundig begleitet. Die Restaurierung der Schreiber-Orgel wurde zu einem bedeutenden kulturellen Ereignis, weil deren Bedeutung nach Meinung von Sachverständigen weit über den holsteinischen Raum hinausgeht.
1956 - I960 erhielt das Kirchendach in zwei Durchführungsphasen als Ersatz für die baufälligen roten Tonziegel eine neue Dachhaut aus naturroten Ton-S-Pfannen.
Anfang der sechziger Jahre wurden die Räume vieler Kirchen dieser Region restauriert und renoviert und dabei oftmals nachhaltig verändert. 1962 wurden auch im Neuendorfer Kirchenschiff solche Arbeiten ausgeführt. Der Raum vor dem Altar wurde durch Herausnahme des Gestühls erheblich erweitert. Auch die übrigen engstehenden historischen Bänke wurden zu Gunsten größerer Bequemlichkeit der Kirchenbesucher herausgebrochen und durch Neukonstruktionen ersetzt. Alle Eintrittstüren zu den Bankreihen gingen verloren.
Man entschied sich auch dafür, den „erhabenen Stuhl" an der Wand des Westgiebels herauszubrechen. Die Kanzel stand bis 1962 vor dem zweiten Fenster der Südwand. Sie wurde um ca. 1,5 m in östlicher Richtung auf den Pfeiler zwischen zweitem und erstem Fenster versetzt und um ca. 50 cm abgesenkt. So steht sie heute frei vor dem Gestühl. Die großen, in Sand gebetteten roten Sandsteinplatten (60 x 80 cm) des historischen Fußbodens wurden ebenfalls entfernt. Der Ersatz wurde vor dem Altar in Solnhofener Platten, im größeren Teil des Kirchenraumes jedoch in braunen Gussasphaltplatten gefunden. Die künstlerische Ausgestaltung einschließlich der Farbgebung lag in den Händen des Glückstädter Kunstmalers Hermann Wehrmann. So ist u. a. aus einem mit goldenen Sternen übersäten blauen Gewölbe eine Kirchendecke mit dem für die Zeit heftig diskutierten Wehrmanngrau geworden. Das Gestühl, die Empore und die Wände erhielten einen einheitlichen grauen Anstrich. Durch die schlichte Farbgebung treten die Schätze der Kirche, wie der Bauernstuhl, die Kanzel und der Altar stärker hervor. 1980 stand die Oberflächeninstandsetzung des Westgiebels an. Statt des kleinformatigen achtzolligen Backsteins erhielt ein Stein im großen Klosterformat den Vorzug. 1985 wurde die große gusseiserne Kirchenpforte durch den Eisengießer Johannes Postler aus Glückstadt restauriert.
1988 gab der Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Kollmar-Neuendorf ein Gutachten in Auftrag, das durch ein verformungsgerechtes Aufmaß und eine Bestanduntersuchung den derzeitigen Gebäudezustand in zeichnerischer und bautechnischer Hinsicht dokumentieren soll. Dieses Gutachten wurde Grundlage für eine zwingend erforderliche Restaurierung der Süd-, Ost- und Nordfassade.
Das hohe Maß der Oberflächenzerstörung fast aller Backsteine, vornehmlich der Südfassade, machte eine umfassende Restaurierung der drei Fassaden erforderlich. Die klosterforma-tigen Ziegelsteine sowie alle Formsteine lieferten die Ziegelwerke Blomesche Wildnis, für die kleinformatigen Ziegel waren die Abbrüche alter Häuser die Quelle für die Steine. 1997 konnte diese umfangreiche Maßnahme abgeschlossen werden. Im gleichen Zeitraum wurde 1992 eine neue energiesparende Gasheizung, die eine alte Elektroheizung ersetzte, eingebaut. 1995 konnten wertvolle Gemälde, u.a. die Tafel mit den 10 Geboten, durch die Kieler Restaurateurin Tatjana Wolff restauriert und für die Nachwelt erhalten werden.
Im Jahr 1999 konnte eine neue Hauptuhr eingebaut werden und die Uhrschlagglocke, die einen Riss hatte, wurde in einer Glockenwerkstatt neu geschweißt.
Der wertvolle Altar von 1656 konnte 1999 - 2000 hauptsächlich durch Spendenmittel der Neuendorfer Brandbaugilde restauriert werden. Die Restaurateurin Tatjana Wolff stellte den Altar in der ursprünglichen Farbgebung schwarz-gold wieder her. 2001 wurde vom Kirchenvorstand erneut eine umfangreiche notwendige Maßnahme beschlossen und ab Juli des Jahres durchgeführt. Die vor 40 Jahren erneuerte Dacheindeckung zeigte großflächig witterungsbedingte Abnutzungen und Baufälligkeiten, große Dachflächenbereiche zeigten Verwerfungen. Es blieb nicht bei der Neueindeckung. Auch das Dachgestühl und der Dachreiter mussten wider Erwarten ganz erheblichen Restaurierungsmaßnahmen unterzogen werden. Schwamm- und Hausbockbefall gaben Anlass zu großer Sorge. Die Neuvergoldung des Wetterhahns und der Zierkugel konnten mit Spendenmitteln finanziert werden und im Jahr 2002 erstrahlte die ganze Kirche äußerlich in neuem, altem Glanz.
Fotos und Text (c) Karl-Heinz Jasmer
Mühlendeich 6, 25379 Herzhorn, Mail
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